Die Firma Tennet hat in Wulfelade rund 200m Hecke restlos entfernt.
Dieses wertvolle Biotop, das auch dem Hochwasserschutz diente und viele Jahre von der Jägerschaft gepflegt wurde, bestand aus Büschen, die über 100 Jahre alt waren und u.a. Kiebitze und Rebhuhn-Brutpaaren eine Heimat bot.
Für den Jagdpächter ein Drama: „20 Jahre Naturschutz und Pflege für nichts.“
Tennet gibt zwar an, „Ausgleichsmaßnahmen“ zu treffen, wann diese erfolgen bleibt aber unklar. Es wird auch ignoriert, dass eine neue Hecke keine so alte ersetzen kann.
Doch damit nicht genug: Die Rodung fand nach dem 01. März statt – also zur Brut- und Setzzeit. Eigentlich ist es hier verboten, solch drastische Maßnahmen zu treffen. Tennet beruft sich auf den Planfeststellungsbeschluss, der die Rodung deckt. Die Region Hannover prüft aber dennoch, ob hier gegen das Bundesnaturschutzgesetz verstoßen wurde.
„Selbst wenn die Rodung von dem Planfeststellungsbeschluss gedeckt ist, ist es höchst verwerflich, eine so wertvolle Heimat in der Brut- und Setzzeit zu vernichten – Gerade weil nur wenige Meter neben der Hecke freie Abschnitte existieren. Dort wäre das Projekt ganz ohne Rodung problemlos möglich gewesen.“ sagt der Umwelt- und klimapolitische Sprecher der AfD-Regionsfraktion Rene Kühn dazu.